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Jungendfonds Enzkreis
Die Idee hinter dem Jugendfonds

Ausgangslage
Seit vergangenem Jahr wird in der Hauptschule Dietlingen mit Unterstützung der Gemeinde Keltern, dem Förderverein, der Lehrer- und Elternschaft eine Ganztagesbetreuung angeboten. Um die Durchführung des Ganztagesangebotes kümmert sich der von der Gemeinde eingestellte Diplompädagoge Stefan Birr.
Nach den ersten Erfahrungen an der Schule zeigte sich, dass die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule über wenig Selbstwertgefühl verfügen. So wurde für dieses Schuljahr der Schwerpunkt der Ganztagesbetreuung auf die Aktivierung der eigenen Ressourcen der Schülerinnen und Schüler gelegt.
Umwelt mit allen Sinnen begreifen macht den Schülerinnen und Schülern ihre Umwelt im wahrsten Sinne begreifbar. Vorkommende Naturmaterialien sollen bearbeitet und zu neuen Produkten verarbeitet werden. Unterstützung dazu gab es vom AK Experimentelle Archäologie des Heimatverein Kraichgau e.V., dem Bauhof der Gemeinde und ortsansässigen Handwerksbetrieben.

Zielsetzung
> Handwerkliche Fähigkeiten fördern
> Werkzeuge aus der Jungsteinzeit nachbauen und Baumaterial kennenlernen
> Durchhaltevermögen und Teamarbeit trainieren

Ablauf
Am Anfang der Zeitreise stand die Herstellung eines Steinzeitmessers aus Baumrinde, Feuerstein und Pech. Danach wurde mit einer selbstangefertigten Nähnadel aus Knochen eine Ledertasche genäht. Später wurden wurftaugliche Holzspeere mit echten Geweihspitzen gearbeitet. zeitlich besonders umfangreich war der Bau eines Naturofens. Aus Korbweide wurde das Gerüst konstruiert und eine „fußgestampfte“ Mischung aus Sand, Lehm und Pferdemist bildete den Mantel. Nach sechs Wochen wurde der Ofen dann mehrere Stunden eingebrannt, so dass am Schulfest frischgebackenes Brot angeboten werden konnte.
Ergebnis und Perspektiven
Neben den handwerklichen Fähigkeiten und den verschiedenen Baumaterialien konnten gerade beim Ofenbau die sozialen Kompetenzen geschult werden. Beim gemeinsamen Werken kamen die Schüler (neun Jungen bildeten die Arbeitsgruppe) mit Erwachsenen oft ins Gespräch über Themen, die sie sonst nicht angesprochen hätten. Damit war die Arbeitsgruppe auch ein ungezwungener Ort zum Austausch und zur Problemerörterung. Außer den selbstgebauten Werkzeugen, die die Schüler mit nach Hause nehmen, bleibt der Naturofen an der Schule ein sichtbarer Beweis für ihre Leistungen.
Mitschüler sind schon neugierig geworden, ob es so eine Arbeitsgruppe wieder geben wird. Und von einem Kindergarten kam die Anfrage, ob nicht ein solcher Ofen bei ihnen gebaut werden könnte. In dem Fall könnten die Schüler ihr erworbenes Wissen weitergeben.

Kontakt
GHWRS Dietlingen
Stefan Birr
Im Speiterling 10
75210 Keltern
Fon: 07236.935420
eMail: schulsozialarbeit.keltern@web.de


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